Der Foto-Technik Guide für den Golf Pro.

Wer sich als Golf Professional gut präsentieren möchte, braucht stetig neue und gute Bilder für den eigenen Blog, Facebook, Instagram oder für seinen Trainingsreise-Newsletter. Klar, jeder hat eine gute Kamera in seinem Smartphone. Doch wer sich aus der Masse abheben möchte, braucht besseres Equipment und eine kleine Einführung in die Welt der Fotografie. Denn eines sollte klar sein: professionelles Auftreten ist das A und O bei der Selbstvermarktung.

Unterscheidungsmerkmale bei Kameras

Da die Preisspanne bei Kameras zwischen 100 € bis 20.000 € liegt, sollte man vor dem Kauf die wichtigsten Unterschiede kennen und ein Gefühl dafür entwickeln, was für die gestellten Anforderungen ausreichend ist. Hierbei zeige ich Ihnen einfaches bis ambitioniertes Amateur-Equipment.

Sensorgröße

Die Sensorgröße ist das Kriterium, welches den finanziellen Unterschied bei Kameras begründet. Je größer der Sensor in einer Kamera, desto mehr passt (verwenden eines gleichen Obkektives vorausgesetzt) auf ein Bild. Für die Arbeit eines Golf Professionals sollten wir die APS-C Größe betrachten, da Sie ausreichend viel erfassen kann und die dazugehörigen Objektive nicht so teuer sind, wie z.B. bei einer Vollformat-Kamera.

Spiegelreflex- oder Systemkamera?

Da derzeit das große Sterben der Spiegelreflex-Kameras begonnen hat, sollte hier erwähnt werden, dass man sehr gute Kameras mit Spiegeln bekommt und diese im Preis immer attraktiver werden. Einem Golf-Pro der mit dem Fotografieren anfangen möchte, würde ich jedoch keine Spiegelreflex-Kamera empfehlen, aber für unsere Zwecke ist es kein Ausschlusskriterium.

Der entscheidende Unterschied ist hier die Größe der Kamera. Spiegellose Systemkameras sind kleiner und lassen sich daher deutlich besser transportieren (Wichtig bei Golfreisen!). Doch die Größe ist nicht alles. Wichtiger ist die Handlichkeit.

 ACHTUNG

Auf die Megapixel gehe ich in diesem Artikel nicht ein, da alle genanten Kameras genügend davon haben. In der Werbung versuchen die Hersteller mit Megapixel die Leute zu blenden, dabei gibt es andere Dinge die viel wichtiger sind.

Gute Kameras unter 500 €

Hier eine Liste der Kameras die unter 500 € in Frage kommen könnten:

  • Canon EOS Rebel T6 (1300D)

  • Canon EOS M100

  • Canon EOS Rebel T7 (EOS 1500D)

  • Fujifilm X-A5

  • Nikon D3500

  • Sony Alpha a5100

  • Sony Alpha a6000

TIPP: Meine Empfehlung sind die beiden spiegellosen Systemkameras Canon EOS M100 und die Sony Alpha a6000. Beide machen für den Preis unter 500 € einen wirklich guten Job.

Canon EOS M100

24MP APS-C CMOS Sensor | Dual Pixel AF | Hochklappbares Touchscreen-LCD

  • Super Farben
  • schnelle Fokusgeschwindigkeiten
  • gute Motivverfolgung
  • einfach zu bedienen
  • Gute WLAN-Implementierung

Sony Alpha a6000

24.3MP APS-C CMOS-Sensor | Hybrid-AF-System | Elektronischer 1.4M-Punktsucher

  • Gute Bildqualität
  • Sehr gute AF-Geschwindigkeit
  • Tolle Videoqualität

Gute Kameras unter 1000 €

Jetzt kommen wir in den Bereich des ambitioniertem Amateur Equipments. Hier ist die Auswahl erheblich größer. Wenn ich Spaß an der Golf-Fotografie habe, würde ich in diesem Segment eine Kamera auswählen.

  • Canon EOS 77D

  • Canon EOS M5

  • Canon EOS M6

  • Canon EOS M50

  • Canon EOS Rebel SL3 (EOS 250D)

  • Canon EOS Rebel T7i (EOS 800D)

  • Fujifilm X-E3

  • Fujifilm X-T30

  • Fujifilm X-T100

  • Nikon D5600

  • Olympus OM-D E-M10 III

  • Olympus PEN E-PL9

  • Panasonic Lumix DC-GX9

  • Panasonic Lumix DMC-G85

  • Pentax K-70

  • Pentax KP

  • Sony a6400

TIPP: Aufgrund des deutlich größeren Angebotes ist die Auswahl nicht ganz einfach. Meine Empfehlung wären in diesem Preissegment die Sony a6400 und die Fujifilm X-T30.

Sony a6400

24MP APS-C Sensor | Hybrid-AF-System | 4K-Videoaufnahme

  • Beeindruckende Autofokus
  • Beeindruckende JPEG Bildqualität
  • 4K-Video

Fujifilm X-T30

26MP X-Trans BSI-CMOS-Sensor | Hybrid-AF-System | 4K / 30p Videoaufnahme

  • Hervorragendes Bild
  • 4K-Video
  • 20 fps Serienaufnahme

Objektiv Blende / Brennweiten

Bei der Auswahl der Objektive oder auch nur dem Objektiv sollten Sie die Brennweite und die Lichtempfindlichkeit berücksichtigen. Die Lichtempfindlichkeit ist auch entscheidend für den Preis.

Außerdem gibt es „feste“ und „zoom“ Brennweiten. Wenn Sie kein professioneller Fotograf werden wollen, dann sollten Sie sich auf die zoom-Brennweiten konzentrieren.

  • Landschaft                                     12 – 35 mm

  • Menschen / Gruppen                 35 – 50 mm

  • Portrait (nur Kopf)                     50 – 85 mm

  • Sportbilder                                    85 – 200 mm

Für die besten Ergebnisse haben Sie für jeden Bereich ein Zoom-Obektiv. Unpraktisch in der schnellen Anwendung und zudem teuer. Darum würde ich Ihnen als Golf-Professional eine Reise Zoom-Linse von 18 –  135 mm oder 2 Zoomlinsen z.B. 16-35 mm  und 70 – 200 mm, empfehlen.

Wenn man mit vielen Unschärfen im Hintergrund arbeiten möchte und das Objektiv auch bei schlechtem Licht noch gute Bilder machen soll, sollten Sie ein Objektiv mit F3,5 Blende oder niedriger wählen. Denn je kleiner die Zahl hinter dem F, umso stärker können Sie den Hintergrund unscharf stellen. Das gibt dann den professionellen Look im Foto, der den Unterschied macht.

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Hilfreiches Zubehör

Hier noch eine Liste mit Zubehör, das sich lohnt, dabei zu haben.

  • Leichtes Reise Stativ
  • Fotorucksack / Tasche
  • Microfasertuch zum Putzen der Linsen
  • Wechsel Akkus
  • Schnelle Speicherkarten

Profiausrüstung

Natürlich ist es auch möglich im Vollformat-Bereich eine Kamera mit Festbrennweiten zu wählen. Vielleicht erscheint Ihnen das eine oder andere Angebot einer Kamera, wie z.B. die Canon RP für unter 2000 € noch machbar. Doch Sie sollten wissen, dass dazugehörige und gute Objektive mit 1,4er Blende schnell mal 2000-3000 € kosten und man davon mindesten 3-4 Stück braucht. Ein Einstig in die Welt des Vollformats kostet daher schnell mal 6000 € und mehr. Solche Investitionen lohnen sich sicherlich Fotografen die damit den ganzen Tag arbeiten. Doch für einen Golf-Pro, der „nur“ ab und an mal gute Fotos schiessen möchte, wäre das sicherlich am Thema vorbei.

Tipp 

Machen Sie lieber einen Fotoworkshop an der VHS oder bei einem Fotografen. Da lernen Sie schnell das auch ohne Profi Ausrüstung, Profibilder möglich sind.